VEGAN GLÜCKLICH

Wie eine vollwertige vegane Ernährung der Seele gut tut und die Stimmung hebt.

 

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Spezialisierung auf die Behandlung von  Ängsten und als Ernährungsberaterin interessiert mich der Zusammenhang zwischen Ernährung und seelischem Gleichgewicht.

 

Wie wir Glück essen können - Bildung des „Glückshormons“ Serotonin durch Tryptophan in Lebensmitteln
Serotonin ist ein Neurotransmitter im Gehirn, der die Stimmung positiv beeinflusst. Dieses „Glückshormon“ sorgt für gute Laune und Wohlbefinden. Ist es ausreichend  im Gehirn vorhanden, nehmen wie die Herausforderungen im Leben leichter an, fühlen uns grundsätzlich belastbar und zuversichtlich. Sinkt der Serotoninspiegel, sind wir anfälliger für depressive Gedanken und Trübsinn.

 

Durch vollwertige vegane Ernährung kann die körpereigene Produktion von Serotonin aktiviert werden und dafür sorgen, dass wir gut drauf sind. Als Baustein für die Bildung von Serotonin ist die essentielle Aminosäure Tryptophan notwendig, die vom Körper nicht eigenständig hergestellt werden kann und darum z.B. in Form von  Cashewmus zugeführt werden muss. Der Körper bildet dann daraus Serotonin.

Besonders die Kombination aus Tryptophan, komplexen Kohlehydraten, pflanzlichen Eiweiß (Phenylalanin), nervenstärkenden B-Vitaminen und Magnesium macht glücklich!

 

Sonne gegen den Winterblues
Aber auch die Sonnenscheinstunden und die Helligkeit des Lichts beeinflussen den Serotoninspiegel. Im Fachhandel gibt es spezielle Lampen mit 2.5500 bis 10.000 Lux  die z.B. eine Winterdepression positiv beeinflussen.

Lach mal wieder!
Und auch Lachen sorgt für die Ausschüttung von Serotonin, stärkt nachweislich das Immunsystem und reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen wie Kortison oder Adrenalin.


Vegane Lebensmittel mit hohem Tryptophangehalt

 

100 g Lebensmittel             Tryptophangehalt 1

  1. Sojabohnen                           450 mg
  2. Cashewkerne                        450 mg
  3. Weizenkeime                         330 mg
  4. Erdnüsse                               320 mg
  5. Sonnenblumenkerne             310 mg
  6. Sesamsamen                        290 mg
  7. Steinpilze                              260 mg
  8. Weizenkleie                           250 mg
  9. Linsen                                    250 mg
10. Grüne Bohnen                       230 mg
11. Getreide (Durchschnitt)         180 mg
12. Kichererbsen                         160 mg

 


Noch eine Überlegung dazu, warum essen ohne Fleisch und tierliche Produkte seelisches Wohlbefinden bringt.
Schweine zum Beispiel sind sensible Tiere, die auf dem Weg zur Schlachtung schier außer sich vor Angst und Panik sind. Auch künstlich befruchtete Kühe, deren Milch wir konsumieren, obwohl es sich dabei um die Muttermilch einer anderen Spezies handelt, leiden und schreien tagelang nach ihren Kälbchen, die man ihnen abgenommen hat.
Rüdiger Dahlke meint, dass wir mit dem Fleischkonsum die Stress, Angst- und Panikhormone der Tiere mitessen! Ich finde, darüber lohnt es sich wirklich nachzudenken!

2 ...Sobald wir aufhören, die Angst- und Stresshormone der Schlachttiere zu essen, werden wir bereits große Erleichterung verspüren, denn inzwischen leiden große Teile der Bevölkerung unter Angst. Panik-Attacken sind ein relativ neues Symptom, von dem vor gut 30 Jahren bei insgesamt geringerem Fleischkonsum und vorzugsweise dezentralisierter Schlachtung in kleinen Metzgereien, noch gar keine Rede war. Erst mit der Umstellung auf Großschlachthöfe hat es die moderne Welt erobert. Mit dem Fleisch gequälter Kreaturen aus Tier-Zucht-Häusern bekommen wir auch deren Elend und die Energie der Folter mit ab, die sie erlitten haben auf ihrem oft entsetzlichen Weg bis in menschliche Bäuche…

 

 

Vegan für einen Monat
Ich ernähre mich nun seit 9 Monaten vegan und mein Energielevel ist wesentlich höher als zuvor (vegetarische Ernährung). Auch gefällt mir, dass ich mich mit allen lebendigen Wesen verbundener fühle, seit ich Lebensmittel esse. Das gibt mir mehr Sicherheit und Gelassenheit.

 

Einen Monat vegan gesund leben und eine deutliche Verbesserung von Wohlbefinden, Stimmung, geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit erleben. Das funktioniert natürlich nicht, wenn man sich ab jetzt hauptsächlich von Zucker, Weißmehl, Wein und Kartoffelchips (vegan) ernährt ;-). Will man sich vollwertig vegan ernähren, hält man sich an 7 goldene Hauptregeln3:

1. Am wichtigsten: So abwechslungsreich wie möglich ernähren!
2. Vitamin B12 als Nahrungsergänzung nehmen, im Winter evtl. Vitamin D!
3. Vitamin-C-haltige Getränke zu den Mahlzeiten, um die Eisenaufnahme zu    
    optimieren!
4. Raffinierten Zucker und Weißmehl meiden!
5. Zusätzliche Fette/Öle nur in geringen Mengen, dies gilt nicht für vegane 
    Kleinkinder!
6. Industriell verarbeitete Nahrungsmittel eher selten konsumieren!
7. Frische Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte bevorzugen!

 

Ernähren Sie sich 30 Tage lang vegan und beobachten Sie, wie sich ihre Stimmung positiv verändert. Als Einstieg für die vegane Ernährung kann ich die Seite der Albert-Schweitzer-Stiftung empfehlen. Dort kann man sich für eine Vegan-Taste-Week anmelden und erhält nützliche Infos von Zivilisationskrankheiten bis zu Mineralstoffen und Vitaminen zum Thema vegane Ernährung.

http://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/vegan-gesund

Als Kochbücher kann ich empfehlen:

- Martin Kintrup, Vegan für Faule, Gräfe und Unzer Verlag
(Der Titel spricht für sich selbst – leckere, schnelle Rezepte ohne viel Aufwand)

- Attila Hildmann, Vegan for fit, Becker Joest Volk Verlag
(Etwas komplizierter, aber man kann die Rezepte abwandeln wie man mag und zudem kann man gleich mit der 30-Tage-Challenge beginnen
:-).

 

Wenn Sie Ihre Ernährung auf vegan umstellen, freue ich mich sehr über Ihre Erfahrungen und Feedback!

 


1 http://eatsmarter.de/gesund-leben/news/besten-gute-laune-lebensmittel

2  http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/artikel/kolumne/august_2011.php

3 Dr. med. Ernst Walter Henrich, Broschüre „Vegan. Die gesündeste Ernährung“

 

 

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